Werner Freund

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Impressum

Adresse des Parks:
Wolfspark Werner Freund

Kammerforst Merzig
Waldstraße 204
66663 Merzig / Saarland
Tel.:06861-911818

Werner Freund

 

Geboren am: 02.03.1933 in Garbenteich /Hessen

Nach bestandenem Schulabschluss beginnt Werner eine Gärtnerlehre und schließt diese mit "sehr gut" ab.

1950 wird er in der Stuttgarter Wilhelma zum Ausbau des botanischen Gartens eingestellt. Doch schon nach kurzer Zeit stellt er sein Talent im Umgang mit Tieren unter Beweis und wird Raubtierpfleger.

1955 wechselt Werner Freund zum Bundesgrenzschutz, um später mit Gustav Adolf Baron von Maydel auf Expedition zu gehen.

Doch die Gründung der Bundeswehr im Jahr 1955 veranlasst ihn umzuschwenken und 1957 als Unteroffizier in die Bundeswehr einzutreten.

1961 erhält das Fallschirmjägerbataillon 262 ein neues Maskottchen. Werner wird als ehemaliger Raubtierpfleger bestimmt, ein passendes Tier auszusuchen und zu betreuen. Er entscheidet sich
(fallschirmjägergerecht) für einen Bären.

1962 heiraten Werner Freund und Erika Mahr.

In den 60er und 70er Jahren unternimmt er fünfzehn Expeditionen in die entlegensten Gebiete der Erde. Neuguinea, Afrika und Mittelamerika sind nur einige Reiseziele.
Die gesamten Expeditionen finden Sie hier.


1972 bekommt Werner seinen ersten Wolf. Er wird Ivan getauft. Im Laufe der Zeit stellt sich heraus, dass Bären und Wölfe sich nicht riechen können.

17 Jahre lang beschäftigt sich Werner mit Bären, bevor er sein Leben ganz den Wölfen verschreibt.

Durch seinen Beruf ist er gezwungen mehrere Male umzusiedeln, bis er 1972 in Merzig endgültig Fuß fasst.

Dort entsteht im Laufe der Zeit auch sein Wolfspark, der weit über die Grenzen von Deutschland hinaus berühmt wird.
Fernseh- Teams aus allen Teilen der Erde wollen seine Arbeit sehen. Seine Bücher, die er im Laufe der Zeit geschrieben hat, wurden in die verschiedensten Sprachen, u. a. auch ins Japanische übersetzt.

Im Laufe der Zeit zieht Werner zusammen mit Erika und seinen Mitarbeitern mehr als 70 Wölfe groß. Der Wolfspark wächst auf eine Größe von 4,5 Hektar an. Er versorgt europäische, indische, sibirische und arktische Wölfe.

Seit über 30 Jahren betreibt Werner Freund nun Wolfsforschung der besonderen Art. Und obwohl er als Spezialist angesehen wird, lernt er immer noch von seinen "Professoren": Den schlausten Wölfen.

 

 

(Michael Schönberger)
(Stand vom 24.06.2005)

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Zu Gast bei Konrad Lorenz

Einer der bewegendsten Tage im Leben von Werner Freund war der 9. Februar 1989. An diesem klaren Wintertage stand er in Altenberg bei Wien seinem großen Vorbild gegenüber: Konrad Lorenz, dem Vater der Verhaltensforschung. Der schlohweiße Professor saß im Rollstuhl. Er war 85 Jahre alt und seine Kraft neigte sich dem Ende zu. Freund war überrascht, wie einfach und ungezwungen der berühmte Mann war.
"Wir setzten uns zu Tisch. Es gab Zwetschgenkuchen und Pfefferminztee", schilderte Freund die für ihn unvergessliche Begegnung. " Sein Mischlingshund schwänzelte zwischen unseren Beinen herum." Freund schenkte ihm sein Buch "Der Wolfsmensch".
Lorenz blätterte es durch. "Ah, das ist etwas Besonderes für mich", rief er aus. " Ich werde morgen mit dem Lesen anfangen." Aber er legte das Buch nicht aus der Hand, vertiefte sich darin und begann schließlich Freund eine Menge Fragen zu stellen. "Schade, dass es mir gesundheitlich nicht möglich ist, Sie in Merzig zu besuchen", sagte Lorenz. "So weit wie Sie ist noch keiner in die Welt der Wölfe vorgedrungen. Das Leben der niederen Tiere kann man an der Universität studieren, da braucht man nur mit einem Auge hinschauen, aber mit höheren Säugetieren wie Wölfen ist das etwas ganz anderes. Dazu braucht man eine Gabe, zwei offene Augen, ein feines Einfühlungsvermögen und man darf kein verweichlichter Mensch sein!"
Der geistige Brückenschlag war da. Endlich hatte Freund jemanden gefunden, der ihn vollkommen verstand. Jedes Wort des alten Professors grub sich in sein Gedächtnis ein...

Auszug "Zwischen Zähnen und Klauen - Das Leben des Werner Freund"

 

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